Bei der Montage einer mehrgeschossigen Industriehalle aus Stahlbetonfertigteilen stürzte ein im Kranseil hängender Binder durch Versagen einer Lasthakenöse ab. Dabei wurden auch mehrere bereits verlegte Fertigteile beschädigt. Der Schaden belief sich auf 40.000,– DM.
Die gerade fertiggestellte Dacheindichtung einer mit Trapezblechen rundum verkleideten Industriehalle wurde durch orkanartige Sturmböen fast völlig abgedeckt. Ein Teil der Dichtungsbahnen hing an der Fassade herunter und verunreinigte sie mit Bitumen. Für das Säubern dieser Flächen mit Hochdruckreinigern und die komplette Erneuerung der Dacheindichtung entstanden Kosten von 170.000,– DM.
Beim Transport von Steinen geriet durch unsachgemäße Bedienung des Turmdrehkrans die Last stark ins Pendeln. Der Kran wurde überlastet und stürzte mit dem Ausleger auf das Dach des Neubaus. Für die Wiederherstellung der Bauleistung wurden 30.000,– DM aufgewendet. Außerdem wurde vom Baugeräteversicherer der Schaden am Kran reguliert.
Unbekannte hatten während eines Wochenendes aus einem verschlossenen Schuppen Kanister mit Altöl entwendet und dieses auf ganzer Länge an ungezählten Stellen an der Mauer verteilt. Bevor das Altöl ganz in den Sandstein einziehen konnte, beauftragte der Bauunternehmer - in Absprache mit dem Versicherer - eine Spezialfirma, die die Reinigung erfolgreich durchführte. Dafür wurden 20.000,– DM in Rechnung gestellt. Bei Abbruch und Neuerrichtung der Sandsteinmauer hätten sich die Kosten auf 100.000,– DM erhöht.
Während des Betonierens der Stahlbetondecke über dem Kellergeschoß gab die Deckenschalung unter der Last des Betons nach. Mangelhaft hergestellte Stoß- und Auflagerausbildungen bei den Schalungsträgern sowie fehlende Aussteifungen hatten zu einer Überlastung einzelner Schalungselemente und in einer Kettenreaktion zum Einsturz der frisch betonierten Decke geführt. Die Wiederherstellungskosten betrugen 150.000,– DM. Personen kamen zum Glück nicht zu Schaden.