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Brückenbau |
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Ein Pfeilerkopf einer Autobahnbrücke sollte betoniert werden. Aufgrund der niedrigen Außentemperaturen waren am Tage zuvor
Schalung und Bewehrung mit einer Plane umhüllt worden. Darunter wurden Heizgeräte
mit Propangas betrieben. In der Nacht explodierte eines der Heizgeräte und setzte
die Plane in Brand. Die übergreifenden Flammen zerstörten Schalung und
Bewehrung derart, daß diese vollständig ausgebaut und erneuert werden mußten.
Die Schadenkosten beliefen sich auf 30.000,- DM.
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Im Zuge des Ausbaus
einer Landstraße sollte eine Brücke für Radfahrer errichtet werden. Beim Rammen
traf eine Fertigteilstütze aus Stahlbeton kurz vor Erreichen der Solltiefe auf
ein unerwartetes Hindernis im Boden. Die Stütze wurde zur Seite abgelenkt und
brach an der Geländeoberfläche ab. Die Rammung eines neuen Pfahles war an dieser
Stelle nicht möglich. Daher wurde als Sanierungsmaßnahme ein Stahlbetonfundament
und darauf der Pfahl in Ortbeton erstellt. Die adäquaten Wiederherstellungskosten
betrugen 18.000,- DM.
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Das
Arbeitsgerüst eines Pfeilers für eine neue Flußbrücke wurde zu nächtlicher Stunde
von einem unbekannten Schiff erfaßt und aus der Verankerung gerissen. Der
Schiffsführer hatte offensichtlich die ausgeschilderte Sperrung des Fahrwassers
im Bereich des Brückenpfeilers mißachtet. Ohne den Unfall zu melden, setzte
der Schiffsführer die Fahrt fort. Der Schaden am Bauwerk und Gerüst belief sich
auf 25.000,- DM.
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Als der Spannbetonüberbau einer 2-feldrigen Straßenbrücke fast zur Hälfte
betoniert war, versagten plötzlich die Längsträger des Lehrgerüstes durch Kippen
der Obergurte. Zu einem vollständigen Einsturz kam es glücklicherweise nicht.
Infolge des fortschreitenden Abbindeprozesses konnte der Frischbeton nicht
mehr aus der Schalung gespült werden. Der deformierte Betonüberbau lag
nun auf einem labilen Tragsystem. Der Bereich wurde von der Baubehörde
wegen Einsturzgefahr gesperrt. Da die Bewehrung auf der unbeschädigten Lehrgerüsthälfte
nur gerettet werden konnte, wenn die Brücke noch vor Winteranfang betoniert
war, wurde der beschädigte Betonüberbau mit Hilfe eines Schwerlastkrans
vom Gerüst abgehoben, seitlich gelagert und dort zerkleinert, damit unverzüglich
mit dem Neuaufbau des Lehrgerüstes begonnen werden konnte. Trotz der Maßnahme
zur Schadenminderung betrugen die Kosten fast eine halbe Million DM.
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Dieser Einsturz einer im Taktschiebeverfahren erstellten Spannbetonbrücke gehört zu den spektakulärsten Bauleistungsschäden. Der Vorbaumschnabel hatte fast das gegenüberliegende Widerlager erreicht, als plötzlich nach einem explosionsartigen Knall der Überbau zwischen dem ersen Flußpfeiler und dem Hilfspylon abbrach und in den Fluß stürzte. Die beteiligten Bauleistungsversicherer wandten für die Trümmerbeseitigung und Neuerstellung mehr als 4 Millionen DM auf.
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